Casa peiso
lacus peiso so nannten die römer den heutigen neusiedler see. der größte steppensee europas muss um das jahr 50 nach christi eine ziemlich unwirtliche gegend gewesen sein, als ihn kaiser plinius in seinen reiseerzählungen über pannonien erwähnte. er würde wohl augen machen, sähe er die region heute?
300 sonnentage pro jahr. weingärten, wohin das auge blickt. obst und gemüse. feigenbäume.
eine von der natur gesegnete gegend.

der volksstamm der pei bewohnte damals die gegend – eines von vielen völkern, die in der geschichte der region ihre spuren hinterlassen haben. nach ihnen kamen illyrer, hunnen, türken, goten, kroaten, ungarn und schließlich stämme aus deutschen landen.
die sind auch noch heute hier – die vorfahren der sommer’s stammen schließlich aus bajuwarischen gegenden.

die multikulturelle stimmung lebt im pannonischen raum noch heute weiter – das burgenland hat als ehemaliger teil des königreiches ungarn seine völkervielfalt bewahrt – deutsch, kroatisch, ungarisch und roman sind die offiziellen landessprachen von österreichs jüngstem bundesland.
mörbisch ist seit der türkenbelagerung im 16. jahrhundert ein deutschsprachiges dorf.
die ungarische grenze ist gleich nebenan. von anfang april bis ende oktober kann man sie sogar zu fuß und per rad überqueren.

ca. 1,5 km vom casa peiso entfernt liegt die mithrasgrotte – eines der bedeutendsten römischen denkmäler pannoniens, haarscharf an der grenze, aber schon in ungarn. der orginialaltar ist sehr sehenswert – weitere bestandteile der grotte und römische denkmäler aus der region liegen aber im forum scarbantium sowie im fabricius haus am soproner hauptplatz.
Sign Creative Works